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Wie kann durch Bodenmanagement in der Landwirtschaft das 2°Limit eingehalten werden?

© WWFArnold Morascher

Die diesjährigen Teilnehmer*innen, die beim 2°Grad-Camp im Landschaftsökologischen Labor der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

WWF/Arnold Morascher

Schüler*innen aus ganz Deutschland legen Ergebnisse der diesjährigen WWF-Schülerakademie vor. An der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) haben sie die Zusammenhänge von Klimaschutz und Böden erforscht. Aktuell läuft die nächste Bewerbungsrunde für das kommende Jahr.

„Agroforstsysteme können eine alternative Anbaumethode sein, um Böden in der Landwirtschaft nachhaltig nutzen zu können“, fasst Lena Daniel, HNEE-Mentorin im WWF-Projekt „2°Campus“, eines der Ergebnisse der diesjährigen Schülerforschungsgruppe zusammen. Sie begleitete fünf Jugendliche, die in diesem Jahr zum HNEE-Forschungsteam „Landwirtschaft und Ernährung“ gehörten, bei ihrer einwöchigen Feldstudie in Eberswalde. Herausgekommen ist eine kleine Studie, die Antworten, auf die Frage liefert, ob man durch Bodenmanagement in der Landwirtschaft das 2-Grad-Limit einhalten kann. Hierfür analysierten die Schüler*innen im Labor Bodenproben. „Sie haben den ph-Wert gemessen und die Böden auf deren Stickstoff/Kohlenstoff-Verhältnis sowie Phosphor und Kalium untersucht“, berichtet Lena Daniel. Mit Unterstützung von HNEE-Dozent*innen, deren Fachgebiet die ökologische Landwirtschaft und die damit verbundenen Wertschöpfungsketten sind, lernten die Schüler*innen, welche Schlüsse man aus den Bodenwerten ziehen kann und wie sich das auf die Bearbeitung der regionalen Böden auswirkt. Hierfür führten sie zudem Interviews mit Landwirt*innen, um herauszufinden, welche Bearbeitungsmethoden diese auf ihren Feldern anwenden. Dabei gingen sie auch auf deren Verwendung von Pflanzenschutz und Dünger ein und befragten die Expert*innen zur Bedeutung der Böden. „Am Ende wurde den Schüler*innen bewusst, wie Komplex das Thema Boden tatsächlich ist und wie wichtig dessen Rolle als zweitgrößter CO2-Speicher eigentlich ist“, sagt Prof. Dr. Anna Maria Häring, die das Projekt seit fünf Jahren an der HNEE leitet.


Über das Projekt an der HNEE

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde ist eine von drei Partnerhochschulen, die sich jährlich bei der WWF-Schülerakademie „2°Grad-Camp“ einbringt. Das Projekt läuft über ein halbes Jahr, wobei die Schüler*innen in einem fünftägigen Sommerblock, die Möglichkeit haben, zu ihren Forschungsfragen an der HNEE zu forschen. Der Fokus liegt hierbei immer auf dem Thema Landwirtschaft und Ernährung mit Blick auf Möglichkeiten, die Eingrenzung der globalen Erwärmung auf weniger als 2°Celsius zu erreichen: www.wwf-jugend.de/pages/2-grad-campus 


Nächste Bewerbungsrunde

Der 2°Campus findet an drei Blöcken in 2019, um die Frühjahrs-, Sommer- und Herbstferien statt. Die Teilnahme ist (bis auf die Anreise) kostenfrei. Mitmachen können Jugendliche im Alter von 15 und 19 Jahren. Die Bewerbungsfrist endet am 3. Dezember 2018. Alle Bewerbungsbedingungen sind online einsehbar. Interessierte können sich direkt an den World Wide Fund For Nature (WWF), Stichwort "2°Campus": 2gradcampus@wwf.de wenden.


Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Fachkontakte

Prof. Dr. Anna Maria Häring

HNEE-Verantwortliche für das Projekt „2°Campus“

Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz

Politik & Märkte in der Agrar- & Ernährungswirtschaft

Telefon: 03334.657-348

Anna.Haering@hnee.de


Lena Daniel

HNEE-Mentorin im Projekt „2°Campus“,

Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz

lena.daniel@hnee.de


HNEE-Pressestelle

Annika Bischof

Forschungs- und Transfermarketing
Hochschulkommunikation

Telefon: 03334 657-227

presse@hnee.de


Die vollständige Pressemitteilung als PDF finden Sie hier