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Tipps und Recherche

Glossar zu Begriffen der Informationskompetenz

Abfragesprache

Gesamtheit der Konventionen, die beschreiben, wie Anfragen an eine bestimmte Suchkategorie durch kurze Codes ausgedrückt und können mit Hilfe von Operatoren verknüpft werden. Die Suchbegriffe können außerdem mit Platzhaltern abgekürzt werden.
Mit Hilfe der datenbankinternen Abfragesprache können i. d. R. sehr differenzierte Recherchen durchgeführt werden. Viele Online-Kataloge und bibliografische Datenbanken bieten daher unter der Bezeichnung *Expertensuche* o.ä. eine Möglichkeit, Anfragen in der jeweiligen Abfragesprache einzugeben. Die Regeln hierfür werden meist im Hilfetext der jeweiligen Datenbank erläutert.

Abkürzung

Verkürzte Form eines Wortes oder einer Wortgruppe.
In der Fachliteratur und in vielen Bibliografien und bibliografischen Datenbanken werden Abkürzungen für häufig vorkommende Wörter verwendet, insbesondere für Zeitschriftentitel oder Institutionen. I. d. R. werden sie in Abkürzungsverzeichnissen oder -indices aufgelöst. Da die Abkürzungen nicht in allen Quellen gleich sein müssen, empfiehlt es sich, für die eigene Recherche nicht die Abkürzungen, sondern die aufgelöste Form zu verwenden.


Abstract

(engl.) Zusammenfassung eines Dokumenteninhalts.
Ein Abstract hilft bei der Entscheidung, ob das zugehörige Dokument relevant ist. Abstracts sind häufig Bestandteil von bibliografischen Datenbanken.


Akronym

(griech.) Abkürzung, gebildet aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter oder den Bestandteilen eines komplexen Wortes.
Beispiel: FAQ = Frequently asked questions


Alphabetischer Katalog

Bibliothekskatalog, in dem die aufgeführten Medien alphabetisch geordnet sind.
Primäres Ordnungskriterium ist meist der Nachname des Verfassers oder der Anfang des Titels.

Annotation

Beigefügte Erklärung und Ergänzung. Sie findet bei längeren Texten ebenso Verwendung wie bei Stichworten. Im Bibliothekswesen dient sie einer kurzen Zusammenfassung des Publikationsinhaltes und wird auch als Untertitel bezeichnet.


Ansetzung

Sie legt die einheitliche Schreibweise von Merkmalen einer zu erfassenden Publikation fest und hat eine einheitliche Ordnungs- und Suchfunktion zur Folge. Grundlegende Merkmale sind Titel und Autor.


Artikel

Kürzere wissenschaftliche Arbeit, die im Rahmen von Zeitschriften, Sammelwerken usw. veröffentlicht wird.
Aufsätze fallen formal in das Gebiet der unselbständig erschienenen Literatur, die i. d. R. nicht in Bibliothekskatalogen verzeichnet wird. Daher muss man sie über Bibliografien bzw. bibliografische Datenbanken ermitteln. In Literaturangaben sind Aufsätze i. d. R. durch Vermerke wie "erschienen in" bzw. "in" oder an Seitenangaben zu erkennen.

Beispiel: Die folgende Literaturangabe bezieht sich auf einen Aufsatz von Hans Werner Frohn.
Hans Werner Frohn: Sozialpolitische Entwicklungslinien des bürgerlichen Naturschutzes in Deutschland — Zeit für einen Neuanfang. In: Natur und Landschaft, 2017, S. 150-156.


Attachment

(engl. Anlage) Datei, die an eine E-Mail angehängt wird.
Sie kann in einem beliebigen Datenformat gespeichert sein, beispielsweise ein Text als Word-Dokument oder eine Excel-Tabelle.


Audiovisuelle Medien

Medien, die sowohl Ton- als auch Bildinformationen vermitteln. Oft werden aber auch ausschließlich auditive oder visuelle Medien dazu gezählt.
Häufig kann man in Bibliothekskatalogen oder in spezialisierten Datenbanken gezielt nach einer bestimmten Medienart (Video, Bild etc.) suchen.

Beispiel: DVD, Mikrofiche


Aufstellungssystematik

System, nach dem in Bibliotheken Medien geordnet und im Regal aufgestellt werden. 

Aufstellungssystematiken der HNE Bibliothek: Dezimalklassifikation (Freihandbereich), Alphabetisch (Zeitschriften), Numerus Currens (Abschlussarbeiten)


Ausgabeformat

Festgelegte Form, in der ein Datensatz aus einer Datenbank exportiert werden kann. Der Begriff ist insbesondere in Zusammenhang mit Literaturverwaltungsprogrammen gebräuchlich. Dort können i. d. R. Ausgabeformate gewählt werden, die den Zitiervorschriften einer bestimmten Zeitschrift oder Institution entsprechen.


Automatische Indexierung

Verfahren zur automatisierten Inhaltsanalyse und -beschreibung von Texten.
Eine Software analysiert automatisiert Dokumente und extrahiert ausgehend von dieser Analyse entweder ausgewählte Begriffe aus den Dokumenten, um sie als Indexterme abzuspeichern oder weist dem Dokument zusätzliche Begriffe eines kontrollierten Vokabulars zu.
Eine Form von automatischer Indexierung wird von Suchmaschinen eingesetzt, um Dokumente zu bestimmen, die für eine eingegebene Suchanfrage relevant sind. Das Verständnis des Indexierungsprozesses kann deshalb helfen, die Ergebnisse einer solchen Suche zu bewerten und die eigenen Suchstrategien erfolgreicher zu gestalten.


Basic Index

Suchfeld in vielen Online-Katalogen und Datenbanken, das eine gleichzeitige Suche in mehreren Datenfeldern bewirkt.
I. d. R. umfasst die Freitextsuche die wichtigsten Datenfelder, wie "Verfasser", "Titel", "Schlagwörter", "Körperschaft", "Verlag". Genaue Angaben finden sich im Hilfetext der jeweiligen Datenbank. Die Freitextsuche ermöglicht einerseits eine Suche auf breiter Datenbasis, andererseits kann sie auch schnell zu großen und ungenauen Treffermengen führen.


Berichtszeitraum

Zeitspanne, die von einem Informationsmittel inhaltlich abgedeckt wird.
Bei gedruckten Bibliografien und bibliografischen Datenbanken ist es wichtig, den Berichtszeitraum zu kennen, um die Vollständigkeit der enthaltenen Informationen einschätzen zu können. So kann es v. a. bei gedruckten Bibliografien vorkommen, dass der Berichtszeitraum eines Werkes, das gerade erschienen ist, dennoch schon mehrere Jahre vorher endet. Aktuelle Informationen müssen dann auf einem anderen Weg ermittelt werden.

Beispiel: „Bibliographie naturschutzrelevanter Publikationen und Examensarbeiten der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth“, Bibliographie 1974 - 1995


Bestand

Alle Medien, die eine Bibliothek zur Nutzung bereitstellt und in ihren Bibliothekskatalogen verzeichnet.

Bestand der HNE Bibliothek: Freihandbereich — ca. 75.000; historischer Bestand — ca. 100.000


Bestandsabfrage

Suchmöglichkeit, die feststellt, wo und in welcher Form ein Medium vorhanden ist.
Die Abfrage kann im lokalen Online-Katalog, in einem Verbundkatalog oder über eine Suchmaschine im Internet erfolgen.
Viele Internetportale und Datenbanken bieten eine derartige Funktion an.

Bestandsnachweis

Information darüber, welche Bibliotheken ein gesuchtes Medium in ihrem Bestand haben.
Die deutschen Bibliotheken weisen ihren Bestand in erster Linie in den Verbundkatalogen des Bibliotheksverbundes nach, zu dem sie gehören. Wenn man im Online-Katalog der eigenen Bibliothek nicht fündig geworden ist, kann man über den Verbundkatalog herausfinden, welche anderen Bibliotheken in der Region das gesuchte Medium besitzen. Diese Information ist auch wichtig für die Fernleihe.


Bibliografie

Gedrucktes Verzeichnis von Literaturnachweisen.
Eine Bibliografie versucht, in einem definierten Bereich erschienene Literatur - unabhängig von ihrem Vorhandensein in einer Bibliothek oder ihrem Publikationstyp - möglichst vollständig zu erfassen und nach inhaltlichen und/oder formalen Kriterien geordnet auffindbar zu machen. Mittels einer Bibliografie erfährt man, was es an Literatur zu einem Themengebiet gibt, aber i. d. R. nicht, wie und wo man diese bekommen kann. Dies lässt sich im Anschluss z. B. über einen Bibliothekskatalog ermitteln.
Zunehmend werden Bibliografien auch in Form von elektronischen Datenbanken publiziert.


Bibliografische Beschreibung

Standardisierte formale Angaben über eine Publikation.
Bei einem Buch sind das z. B. Titel, Autor, Erscheinungsort, Verlag, Erscheinungsjahr, Seitenzahl, ISBN.
Bibliografische Beschreibungen bilden das Grundgerüst jeder Literaturangabe, Bibliografie oder bibliografischen Datenbank. Welche Elemente genau in den bibliografischen Beschreibungen enthalten sein müssen, wird im wissenschaftlichen Bereich durch Zitiervorschriften und im Bibliotheks- und Dokumentationswesen durch spezielle Regelwerke festgelegt.

Beispiel: Verfasser: Amann, Gottfried

   Titel: Bäume und Sträucher des Waldes

   Erscheinungsjahr: 1992

   ISBN: 3-89440-558-9

   Verlag: Naturbuch Verlag Augsburg

   Umfang: 231 Seiten


Bibliothekskatalog

Verzeichnis der Medien, die eine Bibliothek zur Nutzung bereitstellt, meist mit der Information, wo und wie diese benutzt werden können. Bibliothekskataloge sind heute meist in elektronischer Form als Online-Kataloge über das Internet recherchierbar. Enthalten ist in der Regel nur selbständig erschienene Literatur, die eine Bibliothek selbst zur Verfügung stellt - jedoch z.B. keine Aufsätze oder Dokumente, die im Internet frei nutzbar sind.
Ältere Kataloge können auch in Form von gedruckten Katalogen, Image- oder Mikrofiche-Katalogen vorliegen.


Bibliotheksverbund

Zusammenschluss von Bibliotheken einer Region.
Das deutsche Bibliothekswesen ist regional in Bibliotheksverbünden organisiert. Sie erstellen jeweils einen gemeinsamen Katalog aller beteiligten Bibliotheken, den Verbundkatalog, und arbeiten bei vielen Dienstleistungen (z.B. Fernleihe) eng zusammen.

Beispiel: KOBV (Kooperativer Verbund Berlin-Brandenburg)


Biografie

Lebensgeschichte einer Person bzw. deren Beschreibung.
Bei der wissenschaftlichen Recherche sind häufig auch biografische Informationen (z. B. über Schriftsteller, Wissenschaftler, Politiker) von Interesse. Diese werden in biografischen Informationsmitteln in gedruckter oder elektronischer Form zusammengestellt. Bei wichtigen Personen des öffentlichen Lebens werden sie oft auch in Form von Monografien veröffentlicht.

Beispiel: Biografie über „Bernhard Danckelmann“ von Albrecht Milnik


Bookmark

(engl.) Lesezeichen.
Funktion in einem Browser, mit deren Hilfe die Adressen von Webseiten gespeichert und schnell wieder geladen werden können.
Alle Seiten, die häufiger benötigt werden, sollten als Bookmarks abgespeichert werden, um per Mausklick darauf zugreifen zu können. Damit spart man sich das Eintippen und Suchen der Adressen. Außerdem können einmal gespeicherte Bookmarks übersichtlich geordnet und bei Bedarf exportiert werden.


Boolescher Operator

Ausdruck (Symbol oder Wort), der bestimmte logische Verknüpfungen zwischen einzelnen Suchbegriffen beschreibt, benannt nach dem Mathematiker George Boole.
In vielen Datenbanken und Online-Katalogen können die Booleschen Operatoren UND, ODER und NICHT zum Einengen oder Erweitern einer Suche verwendet werden.
Bei der UND-Verknüpfung werden die Dokumente angezeigt, in denen beide Suchbegriffe vorhanden sind (Schnittmenge). Die UND-Verknüpfung ist in Datenbanken oft voreingestellt. Sie bewirkt, dass das Ergebnis umso spezifischer ausfällt, je mehr Begriffe man zur Beschreibung einer Suchanfrage eingibt.
Bei der ODER-Verknüpfung werden die Dokumente angezeigt, in denen einer der Suchbegriffe oder beide vorkommen (Vereinigungsmenge). Verwenden Sie ODER, wenn Sie z.B. synonyme Begriffe, verschiedene Sprachen oder Schreibweisen gleichzeitig berücksichtigen wollen.
Bei der NICHT-Verknüpfung werden alle Dokumente angezeigt, in denen der erste Suchbegriff, aber nicht der zweite Begriff vorkommt. Verwenden Sie NICHT, wenn Sie einen bestimmten Aspekt, der Sie nicht interessiert, aus einem größeren Themengebiet ausschließen möchten. Die Darstellung der Booleschen Operatoren kann unterschiedlich sein (Auswahlmenüs, deutsche oder englische Wörter, Symbole). Im Zweifelsfall geben die jeweiligen Hilfetexte Aufschluss.

Beispiel:
UND
Suchen UND Finden

ODER
tourismus ODER fremdenverkehr
Das Ergebnis enthält einen der beiden synonymen Begriffe
erdbeere ODER strawberry
Das Ergebnis enthält den englischen oder den deutschen Begriff.

NICHT
beere NICHT erdbeere
Das Ergebnis enthält den Begriff "beere", aber nicht den Begriff "erdbeere".


Buchstandort

Angabe über den Ort, an dem ein Buch oder ein Medium physisch zu finden ist.
Bei einem Buch oder einer Zeitschrift wird der Buchstandort über die Signatur ermittelt. Bei elektronischen Systemen werden entsprechende elektronische Speicherstellen benannt. Häufig auch nur "Standort" genannt.


Campuslizenz

Berechtigung zur hochschulweiten Nutzung einer elektronischen Dienstleistung (Datenbank oder elektronische Zeitschrift).
Die Zugangsberechtigung wird i. d. R. über die IP-Adressen der Rechner, von denen aus zugegriffen wird, kontrolliert. Da Hochschulen über zusammenhängende IP-Bereiche verfügen, ist eine Datenbank mit Campuslizenz für alle Rechner, die dem Hochschulnetz angeschlossen sind, automatisch freigeschaltet. Darüber hinaus können Hochschulangehörige durch Einwahl auf den Hochschulserver von zu Hause auf die Produkte zugreifen.

Beispiel HNE Bibliothek: Datenbank Springer-Link


Cookie

(am. engl.: Keks, Plätzchen)
Kleine Textdatei, in der ein Web-Server Informationen auf einem PC speichern kann.
Diese Informationen ermöglichen es z. B., dass ein Benutzer bei einem wiederholten Besuch einer bestimmten Website seine gewohnte Umgebung vorfindet. Cookies bleiben i. d. R. nur eine bestimmte Zeit erhalten und können aus Sicherheitsgründen nur von dem Web-Server gelesen werden, der den Cookie ursprünglich angelegt hat.


Copyright

(engl.) Recht an geistigen Werken im angloamerikanischen Raum.
Das Copyright unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom deutschen Urheberrecht.


Current-Contents-Dienst

(engl.) Informationsdienst, der regelmäßig die Inhaltsverzeichnisse ausgewählter Periodika zusammenstellt und nutzbar macht.
Current-Contents-Dienste können in Form von recherchierbaren Datenbanken und/oder als Alerting-Dienst angeboten werden. Sie werden von kommerziellen Anbietern und auch von einigen Bibliotheken betrieben.


Datenbank

Große Sammlung von elektronisch gespeicherten Daten, die mittels Computer abfragbar sind. Damit diese Abfrage effizient erfolgen kann, sind die Daten strukturiert in Datensätze und Datenfelder.
Eine Datenbank ist die elektronische Form eines Karteikastens. Man kann sich eine Datenbank als umfangreiche Tabelle vorstellen. Die einzelnen Datensätze entsprechen dann den Tabellenzeilen und die Datenfelder den Zellen der Tabelle.


Datenbankbetreiber

Anbieter einer Datenbank.
Kann, muss aber nicht der Datenbankhersteller sein. Die Datenbanken eines Betreibers haben i. d. R. ähnlich gestaltete Oberflächen und Funktionen. Dennoch muss die Suchmethode auf die jeweilige Datenbank angepasst werden, da der interne Aufbau der Datenbank und v. a. die inhaltlichen Beschreibungen stark voneinander abweichen können.


Datenexport

Ausgabe von Daten aus einer Datenbank.
Bei der Informationsrecherche in Datenbanken besteht i. d. R. die Möglichkeit, Suchergebnisse einzeln oder als Gesamtmenge in unterschiedlichen Datenformaten auszugeben, um sie auszudrucken, per E-Mail zu versenden oder lokal zur Weiterverarbeitung mit einer anderen Software abzuspeichern. Die genaue Vorgehensweise variiert je nach Datenbank; im Zweifelsfall sollte man die Hilfetexte zu Rate ziehen.


Datenformat

Norm, die festlegt, wie eine bestimmte Art von Daten von einer Anwendungssoftware interpretiert werden muss.
Meist lassen sich beim Abspeichern oder beim Datenexport aus einer Datenbank unterschiedliche Datenformate auswählen - je nachdem, mit welcher Anwendung die Daten im Anschluss weiterverarbeitet werden sollen.

Beispiel: Gängige Datenformate im Internet sind z. B. HTML (Hypertext Markup Language, Textformat), GIF (Graphics Interchange Format, Bildformat) oder JPEG (auch: JPG) (Bildformat, entwickelt von der Joint Photographic Experts Group)


DBIS

Abkürzung für: Datenbank-Infosystem.
Datenbank, in der viele wissenschaftliche Bibliotheken Deutschlands die Datenbanken, die sie ihren Nutzern zur Verfügung stellen, erfassen und kurz beschreiben.
DBIS wird von der UB Regensburg verwaltet und von allen beteiligten Bibliotheken kooperativ weiterentwickelt. Für die Nutzer bündelt DBIS sämtliche Informationen über gekaufte und frei im Internet verfügbare Datenbanken und macht sie recherchierbar.
Beispiel: Sie möchten wissen, welche Aufsatzdatenbanken Ihnen im Fach Wirtschaftswissenschaften zur Verfügung stehen. Dazu starten Sie DBIS, wählen in der Fächerübersicht "Wirtschaftswissenschaften" und sortieren die Anzeige anschließend nach Datenbanktyp. Jetzt können Sie den Link "Aufsatzdatenbank" anklicken und finden eine Liste der gesuchten Datenbanken.


Deep Web

Teil des Internet, der bei einer Recherche i. d. R. nicht über Suchmaschinen auffindbar ist.
Das Deep Web besteht zu großen Teilen aus Fachdatenbanken und Webseiten, die erst durch Anfragen dynamisch aus Datenbanken generiert werden. Obwohl spezialisierte Suchmaschinen entwickelt worden sind, die bestimmte Teile des Deep Web auswerten können, und manche Datenbankbetreiber ihre Inhalte auch in suchmaschinengerechter Form zur Verfügung stellen, muss man bei einer Internet-Recherche über eine Suchmaschine dennoch stets davon ausgehen, dass ein wesentlicher Teil der verfügbaren Information nicht gefunden werden kann.


Dewey Decimal Classification

Klassifikation der HNE Bibliothek.

Sie geht auf Melvil Dewey (1851-1931) zurück und wird international für die systematische Erschließung und als Aufstellungssystematik in Bibliotheken eingesetzt.

Beispiel: DK 634.4 And 


Digital Object Identifier (DOI)

(engl.: Bezeichner digitaler Objekte)
System zur Identifizierung beliebiger Dokumente in einem Computernetzwerk mit Hilfe einer eindeutigen Benennung, vergleichbar mit der ISBN bei einem Buch. Ein DOI besteht aus einer beliebigen alphanummerischen Zeichenfolge, die in zwei Teile (ein Präfix und ein Suffix) gegliedert ist und von speziellen Registrierungsagenturen vergeben wird. Zu jedem DOI werden aktuelle Informationen zum bezeichneten Objekt gespeichert, insbesondere die Internetadresse, unter der es zu finden ist. Selbst wenn sich diese Adresse ändert, bleibt der DOI erhalten.

Beispiel: doi:10.1371/journal.phone.0011273

Digitale Bibliothek

Bibliothek, die räumlich nicht vorhanden, sondern nur gedacht ist.
Eine virtuelle Bibliothek weist jedoch i. d. R. folgende Merkmale auf:
- eine große Sammlung von Daten
- Ortsunabhängigkeit durch Vernetzung
- einfacher Zugang durch einheitliche Benutzeroberfläche
- Mehrwertleistungen für den Benutzer
Gern wird der Begriff im Zusammenhang mit Linksammlungen im Internet bzw. für Internetportale verwendet.


Digitale Medien

Medien, die in elektronischer Form auf einem Datenträger oder online im Internet vorliegen.


Digitale Zeitschrift

Zeitschrift, die als Netzpublikation veröffentlicht wird.
Elektronische Zeitschriften erscheinen entweder parallel zu einer Zeitschrift, die auch in gedruckter Form vorliegt, oder ausschließlich elektronisch. Als wesentliches Merkmal einer elektronischen Zeitschrift gilt, dass ihre Artikel im Volltext enthalten sind. Wissenschaftliche elektronische Zeitschriften aller Fachgebiete sind in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) nachgewiesen.


Dokumentenserver

Volltextdatenbank, in der elektronische Veröffentlichungen recherchiert und genutzt werden können.
Viele Hochschulbibliotheken betreiben Dokumentenserver, in denen die Mitglieder ihrer Einrichtung kostenfrei publizieren können. Hochschulschriften wie Dissertationen oder Habilitationen, aber auch Forschungspapiere oder Aufsätze werden dort veröffentlicht. Einige Dokumentenserver akzeptieren auch studentische Abschlussarbeiten.


Dokumenttyp

Klasse von Dokumenten, die in einer Datenbank als eigener Typ erfasst worden ist.
Vor allem bei Dokumentenservern und anderen Volltextdatenbanken werden die enthaltenen Dokumente nach Dokumenttypen unterschieden, z. B. Buch, Zeitschriftenaufsatz, Dissertation, Beitrag in einem Sammelwerk. Die einzelnen Dokumenttypen sind i. d. R. gesondert recherchierbar.
Bei bibliografischen Datenbanken, in denen die Dokumente selbst nicht enthalten sind, spricht man eher von Publikationstypen.


E-Learning-Plattform

Software, die die Bereitstellung und die Nutzung von elektronischen Lerninhalten unterstützt und Instrumente für die kooperative Arbeit und die Nutzerverwaltung umfasst. Sie bildet i. d. R. den technischen Kern einer komplexen webbasierten E-Learning-Infrastruktur.
Eine Lernplattform verfügt im Unterschied zu reinen über das Internet angebotenen Lehr- und Bildungsinhalten i. d. R. über folgende Funktionen:
- Administration und Rechtevergabe: Verwaltung von Benutzern (Kursautor ? Kursteilnehmer) und Kursinhalten
- Werkzeuge zur Erstellung von Kursinhalten
- Kommunikations- (z. B. Chat) und Lernwerkzeuge (z. B. Notizbuch, Kalender, Schwarzes Brett)
- Präsentation von Kursinhalten, Lernobjekten und Medien in einem netzwerkfähigen Browser
- Evaluations- und Bewertungsmöglichkeiten

Beispiel: EMMA+


Einfache Suche / Freitextsuche

Suchfeld in vielen Online-Katalogen und Datenbanken, das eine gleichzeitige Suche in mehreren Datenfeldern bewirkt. Umfasst werden i. d. R. die wichtigsten Datenfelder, wie „Verfasser“, „Titel“, „Schlagwörter“, „Körperschaft“, „Verlag“. Genaue Angaben befinden sich im Hilfetext der jeweiligen Datenbank. Sie ermöglicht eine Suche auf breiter Datenbasis, kann jedoch schnell zu großen und ungenauen Treffermengen führen.


Elektronische Zeitschriftenbibliothek

Datenbank, die wissenschaftliche elektronische Zeitschriften aller Fachgebiete nachweist.
Neben kostenlosen, frei zugänglichen Angeboten können Benutzer jeweils auf die von ihrer Heimatbibliothek lizenzierten Zeitschriften zugreifen. Bei nicht lizenzierten Zeitschriften besteht meist die Möglichkeit, die Inhaltsverzeichnisse einzusehen und Artikel gegen Entgelt direkt beim Verlag zu erwerben.

Enzyklopädie

Strukturierte, möglichst umfassende Darstellung des menschlichen Wissens.
General- oder Universalenzyklopädien dienen der Darstellung möglichst vieler Wissensgebiete, während sich fachspezifische Enzyklopädien auf ein bestimmtes Fachgebiet beschränken.

Beispiel: „Enzyklopädie der Brutvögel“


Erschließung

Vorgang der formalen Beschreibung („Titel“ oder „Verfasser“) und inhaltlichen Analyse („Verschlagwortung“) von Medien mit dem Ziel, diese gezielt auffindbar zu machen.


Expertensuche

Suchmöglichkeit in Online-Katalogen und Datenbanken, mittels derer die Suchanfrage gegenüber der einfachen Suche weiter präzisiert werden kann. In der Expertensuche werden mehrere Suchfelder angeboten. so dass durch die Verknüpfung verschiedener Suchkategorien mittels Boolescher Operatoren eine genauere Treffermenge erzielt werden kann.


Externer Zugriff

Zugriff auf lizenzierte elektronische Dienstleistungen (Datenbanken und elektronische Zeitschriften) von außerhalb der Bibliothek.
Von Hochschulbibliotheken lizenzierte elektronische Dienstleistungen laufen zumeist über eine Campuslizenz, die die Nutzung im Hochschulnetz zulässt und darüber hinaus Hochschulangehörigen durch Einwahl auf den Hochschulserver den Zugriff von zu Hause aus ermöglicht.

Fachbibliografie

Bibliografie, die die Publikationen eines bestimmten Faches oder Wissenschaftsgebietes umfassend nachweist.
Fachbibliografien verzeichnen i. d. R. Aufsätze wie auch Monografien zum Fachgebiet. Zunehmend werden Fachbibliografien auch in Form von bibliografischen Datenbanken publiziert.

Beispiel: „Agrar-Bibliographie“ — eine system. Zusammenstellung d. Literatur auf d. Gesamtgebiet d. Land-, Forst- u. Ernährungswirtschaft sowie d. Grund- u. Hilfswiss. mit Referaten


Fachdatenbank

Datenbank, die Literatur oder fachspezifische Informationen zu einem Wissenschaftsgebiet nachweist.
Nach Art der gespeicherten Information unterscheidet man: Bibliografische Datenbanken, Faktendatenbanken, Volltextdatenbanken sowie Current-Contents-Dienste.

Beispiel: WISO Datenbank


Fachzeitschrift

Zeitschrift, in der Aufsätze zu einem bestimmten Wissenschaftsgebiet publiziert werden.

Beispiel: „Holz-Zentralblatt“


Faksimile

(lat. = mache es ähnlich)
Wiedergabe eines Originals (z. B. Bild, Handschrift) mit allen ihm eigenen Merkmalen.
Bei der Faksimilierung werden auch evtl. Beschmutzungen oder sonstige Gebrauchsspuren des Originals wiedergegeben, so dass das Faksimile vom Original oft nur schwer zu unterscheiden ist.
Befindet sich im Bestand der Bibliothek ein Faksimile, so ist das Original aus konservatorischen Gründen vielfach von der Benutzung ausgeschlossen.


Faktendatenbank

Datenbank, die statistische und nummerische Daten (Zeitreihen, Bestandszahlen), Angaben mit Eigenschaften chemischer oder physikalischer Einheiten, betriebliche Daten, Marktinformationen, Wirtschafts- und Wissenschaftsinformationen, o. ä. enthält.
Im Gegensatz zu bibliografischen Datenbanken, die sich auf die Verzeichnung von Literaturangaben beschränken, geben Faktendatenbanken die benötigten Informationen direkt und unmittelbar wieder.

Fernleihe

Dienstleistung von Bibliotheken, um am Ort nicht vorhandene Medien im Rahmen des Leihverkehrs aus anderen Bibliotheken zu besorgen.

Festschrift

Publikation aus festlichem Anlass.
Im Bibliothekswesen herrscht der akademische Begriffsgebrauch vor, der als Festschrift die einem Gelehrten gewidmete Sammlung von Aufsätzen ansieht. Die Beiträge einer Festschrift werden meist von Schülern, Freunden oder Fachkollegen zu einem runden Geburtstag des Geehrten verfasst.
Festschriften enthalten zudem oft eine Literaturzusammenstellung der Schriften des Gefeierten und stellen daher eine wichtige bibliografische Quelle dar.

Beispiel: „Festschrift zum 65. Geburtstag von Herrn Prof. Dr. h.c. Friedrich Franz am 05. August 1992 gewidmet von seinen Studenten“


Formschlagwort

Schlagwort zur Beschreibung der formalen bzw. physischen Form einer Veröffentlichung.
Ein Blick auf das Formschlagwort gibt Auskunft darüber, ob es sich bei der angezeigten Publikation um eine Bibliografie, einen Bildband, eine Quelle, eine Aufsatzsammlung o. ä. handelt.

Beispiel: Bibliografie, Bildband, Quelle, Aufsatzsammlung, Karte, etc.

Forschungsbericht

Publikation, die Ergebnisse, Stand oder Fortschritte von Forschungsvorhaben darstellt.
Hierbei kann es sich um einzelne Projekte, Verbundprojekte oder die gesamten Forschungsaktivitäten einer Hochschule handeln. Forschungsberichte sind nicht im Buchhandel erhältlich und gehören daher zur Grauen Literatur.

Beispiel: „10 Jahre Waldökosystemstudie Hessen“ Forschungsberichte/Hessische Studien; 15


Freihandaufstellung

Frei zugänglich aufgestellte Bestände einer Bibliothek.


Glossar

Sammlung von erklärungsbedürftigen Fachbegriffen mit Definitionen, meist in Form einer thematischen oder alphabethischen Liste. Ein Glossar verzeichnet die Terminologie eines Themas, Sachgebietes oder einer Fachsprache und erläutert die Bedeutung der Fachbegriffe, um deren richtigen Gebrauch und eindeutiges Verständnis sicher zu stellen.


Graue Literatur

Sammelbezeichnung für alle nicht verlagsgebundenen Veröffentlichungen.
Graue Literatur wird häufig von Institutionen und Organisationen, wie Regierungsstellen, Behörden, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Museen, Firmen, Vereinen, Parteien usw. herausgegeben.

Beispiel: Abschlussarbeiten oder Festschriften


Handapparat

Vielfach werden Handapparate nicht in der Bibliothek selbst, sondern in Instituten und an Lehrstühlen geführt. Manche Bibliotheken bieten Wissenschaftlern die Möglichkeit, für ihre Forschung wichtige Literatur ständig oder längerfristig an ihrem Arbeitsplatz aufzustellen.


Handbuch

Zusammenstellung des Stoffes eines Wissensgebietes.
Handbücher können als Nachschlagewerk dienen. Die Inhalte sind alphabetisch, chronologisch oder nach thematischen Gesichtspunkten geordnet.
Beispiel: „Handbuch für Reparaturen an Landmaschinen und Traktoren“


Herausgeber

Person (oder auch Personengruppe), die schriftstellerische, wissenschaftliche bzw. künstlerische Beiträge eines oder mehrerer Autoren zur Publikation vorbereitet und somit die Rolle des geistigen Leiters einer Veröffentlichung einnimmt.
Bei Literaturzitaten wird der Herausgeber meistens "Hrsg.", seltener "Hg." oder "ed." abgekürzt. Für die Suche im Online-Katalog ist zu beachten, dass bei Medien mit zwei und mehr Herausgebern in der Regel nur nach dem ersten Herausgeber gesucht werden kann.


Historie

Anzeige der Suchanfragen und Suchergebnisse, die bis zu einem bestimmten Zeit-punkt in einem elektronischen Informationsmittel durchgeführt worden sind.
Die Ergebnisse können meist nachträglich unter Nutzung von Booleschen Operatoren verknüpft werden. Diese Möglichkeit der nachträglichen Bearbeitung von Suchergebnissen erleichtert die schrittweise Verfeinerung der Recherche, indem zuerst die Suchbarkeit einzelner Begriffe geklärt und anschließend die Ergebnisse miteinander verknüpft werden.


Hochschulschrift

Sammelbezeichnung für veröffentlichungspflichtige Prüfungsarbeiten, bisher überwiegend Dissertationen und Habilitationsschriften, zunehmend auch andere Abschlussarbeiten.


Homonym

Sprachwissenschaftliche Bezeichnung für Wörter gleicher Lautung und Schreibung, die jedoch in ihrer Bedeutung und gegebenenfalls in ihren grammatischen Merkmalen verschieden sind.
Beispiel: Schloss (Verriegelung) und Schloss (Gebäude)


Index

Alphabetisches Verzeichnis, z. B. Namen-, Titel-, Stichwortverzeichnis.
In Zusammenhang mit elektronischen Informationsmitteln:
Sortierte Liste möglicher Suchbegriffe, z. B. von Schlagwörtern, Stichwörtern oder Verfassernamen.
Ein Index hilft dabei, die richtigen Suchbegriffe für das jeweilige Informationsmittel zu finden sowie jene Begriffe, die um einen Suchbegriff "herum" gruppiert sind. Er ermöglicht das Nachschlagen und Auswählen verschiedener Variationen (Singular, Plural, Genitiv, Wortzusammensetzungen u. ä.) eines Suchbegriffs und hilft bei Unsicherheiten bezüglich der Schreibweise eines Suchbegriffs.


Indexierung

Verfahren, das die Inhalte von Texten zur Relevanzbeurteilung durch den Benutzer mit Worten beschreibt.
Dabei werden die freie Vergabe von Begriffen sowie der Einsatz von kontrolliertem Vokabular aus einem Thesaurus unterschieden. Das häufigste Verfahren in deutschen Bibliotheken ist eine Erschließung über Schlagwörter des Systems RSWK (Regeln für den Schlagwortkatalog).


Informationsbeschaffung

Wege zur Beschaffung ermittelter Informationen und Publikationen.
- Suche im lokalen Bibliothekskatalog: Ausleihe oder Kopieren in der Bibliothek vor Ort.
- Direkter Zugriff auf Volltexte über Datenbanken und elektronische Zeitschriften.
- Bestellung über Fernleihe
- Pay-per-View


Informationskompetenz

Fähigkeit, die es ermöglicht, bezogen auf ein bestimmtes Problem Informationsbedarf zu erkennen, Informationen zu ermitteln und zu beschaffen sowie Informationen zu bewerten und effektiv zu nutzen.

Informationsmittel

Verzeichnisse, in denen Literatur und Fakten nachgewiesen werden. 

Beispiel: „DBIS“, „ZDB“


Informationszugang

in Zusammenhang mit elektronischen Informationsmitteln: Bedingungen und Möglichkeiten zur Nutzung von Informationsmitteln
Bei Datenbanken und elektronischen Zeitschriften werden unterschieden:
- im Netz frei verfügbare Ressourcen
- lizenzpflichtige Ressourcen; der Zugriff auf diese Ressourcen ist i. d. R. auf einen fest definierten Nutzerkreis (z. B. Angehörige einer Hochschule) beschränkt. 

Beispiel: Ampelsystem der EZB


Inhaltliche Erschließung

Verfahren, die zur Erschließung von Medien eingesetzt werden, um Auskunft über das jeweils behandelte Thema einer Publikation zu geben.
Im Gegensatz zur bibliografischen Beschreibung, bei der eine Publikation nach formalen Elementen (z. B. Verfassername, Titel) verzeichnet wird, geht es bei der inhaltlichen Erschließung um die inhaltlich-thematische Beschreibung einer Publikation.
Man unterscheidet zwischen verbalen Verfahren, die natürlich sprachliche Bezeichnungen (z. B. Stichwörter, Deskriptoren, Schlagwörter, Abstracts) verwenden, und klassifikatorischen Verfahren, die auf Klassifikationssystemen mit (meist) hierarchisch geordneten Haupt- und Untergruppen oder Klassen beruhen, die durch Notationen/Systemstellen bezeichnet werden.


Inhaltliche Suche

Suche von Literatur und Informationen zu einem bestimmten Thema.
Bei der thematischen Suche werden im Gegensatz zur formalen Suche besonders inhaltliche Suchkategorien wie Schlagwort, Notationen, Thesaurus verwendet. Manche Datenbanken und Online-Kataloge ermöglichen bei der Standardeinstellung thematische Suchen über mehrere inhaltliche und formale Suchkategorien hinweg.
Bei einer hohen Trefferzahl sollten spezifischere Suchkategorien, wie Schlagwort, Notationen genutzt werden.


Inhaltsangabe

Zusammenfassung eines Dokumenteninhalts.
Ein Abstract hilft bei der Entscheidung, ob das zugehörige Dokument relevant ist. Abstracts sind häufig Bestandteil von bibliografischen Datenbanken.


Internetbuchhandel

Vertrieb von Medien auf elektronischem Weg mithilfe des Internets, das dabei für die Suche, die Bestellung und die Bezahlung der Medien genutzt wird.
Kundinnen und Kunden erhalten so unmittelbar Informationen darüber, ob ein Medium lieferbar ist, wieviel Zeit die Lieferung in Anspruch nehmen wird und welche Kosten mit der Lieferung verbunden sind.
Bestimmte Anbieter haben sich auf den elektronischen Vertrieb älterer Medien spezialisiert (Antiquariatsbuchhandel).


Internetverzeichnis

Eine Sammlung von Adressen von Web Sites, die nach bestimmten Themen sortiert ist, bezeichnet man im World Wide Web als Verzeichnis oder als Katalog.
Beispiel: Yahoo


Intranet

Institutionsinternes Informations- und Kommunikationsnetz. 

Beispiel HNE: EMMA+


ISBN

(engl.) Abkürzung für: International Standard Book Number; dt. Internationale Standard-Buchnummer
Internationaler Zifferncode, der der eindeutigen Identifizierung von Monografien dient.
Die ISBN besteht aus fünf durch Bindestriche oder Zwischenräume getrennten Teilen mit insgesamt 13 Stellen und den vorangestellten Buchstaben ISBN (Beispiel: ISBN 987-3-7657-1111-4).
Teil 1: Präfix, eine 3-stellige Zahl
Teil 2: Gruppennummer für nationale, geographische, Sprach- oder ähnliche Gruppen (3 = deutschsprachiger Raum)
Teil 3: Verlagsnummer für den einzelnen Verlag in einer Gruppe
Teil 4: Titelnummer für das einzelne Buch des in Teil 3: bezeichneten Verlages
Teil 5: Prüfziffer


ISSN

(engl.) Abkürzung für: International Standard Serial Number; dt. Internationale Standard-Seriennummer
Internationaler Zifferncode, der der eindeutigen Identifizierung von fortlaufenden Sammelwerken (Zeitschriften, Schriftenreihen) und Zeitungen dient.
Die ISSN ist achtstellig und gliedert sich in zwei Teile (Beispiel 0113-4763). Im Gegensatz zur ISBN stellen diese Zahlen keine Schlüsselzahlen für den Verlag oder die nationale Herkunft eines Sammelwerks dar.

Jahrbuch

Periodisch, meist einmal im Jahr erscheinende Publikation zu einem thematisch abgegrenzten Fachgebiet oder von einer Fachgesellschaft.
I. d. R. enthalten Jahrbücher Beiträge zu markanten Ereignissen und Entwicklungen, die sich im Laufe des Jahres in dem Fachgebiet ereignet haben. Häufig sind neben thematischen Beiträgen auch bibliographische Hinweise enthalten, insbesondere bei autorenbezogenen Jahrbüchern.

Joker bzw. unscharfe Suche

Stellvertreter für ein oder mehrere Zeichen (Buchstaben oder Zahlen).
Je nach Datenbank werden unterschiedliche Symbole verwendet (z. B. $, *, oder %). Die jeweiligen Datenbankhilfen liefern in der Regel nähere Informationen dazu.
Bei der Literatursuche sind Platzhalter z. B. wichtig, wenn es mehrere mögliche Schreibweisen eines Wortes gibt oder man nach Wortfeldern oder verschiedenen Wortendungen suchen möchte. Durch Maskierung oder Trunkierung mit Platzhaltern kann man in solchen Fällen mehrere Suchbegriffe mit einem einzigen Suchvorgang abdecken. 

Beispiel: aufw?ndig findet: aufwendig, aufwändig


Katalog

Verzeichnis der Medien, die eine Bibliothek zur Nutzung bereitstellt, meist mit der Information, wo und wie diese benutzt werden können. Bibliothekskataloge sind heute meist in elektronischer Form als Online-Kataloge über das Internet recherchierbar. Enthalten ist in der Regel nur selbständig erschienene Literatur, die eine Bibliothek selbst zur Verfügung stellt - jedoch z.B. keine Aufsätze oder Dokumente, die im Internet frei nutzbar sind.
Ältere Kataloge können auch in Form von gedruckten Katalogen, Image- oder Mikrofiche-Katalogen vorliegen.


Kongressband

Publikation, die Vorträge umfasst, die anlässlich eines wissenschaftlichen Kongresses oder einer Tagung gehalten wurden.

Körperschaft

Institutionen wie Behörden, Hochschulen, Parteien, Verbände, Gemeinden, Firmen u. ä., die ebenso wie natürliche Personen als Herausgeber von Veröffentlichungen fungieren können.


Link

Verknüpfungen zur Verbindung von Dokumenten innerhalb des World Wide Web (externe Links), innerhalb von Hypertextsystemen (interne Links) oder von Informationen innerhalb eines Dokuments (Intra-Links).


Literaturverwaltungsprogramm

Software für die Verwaltung und Weiterverarbeitung von Literaturhinweisen und Zitaten. Ermöglicht die Verwaltung und Weiterverarbeitung von Literaturangaben auf elektronischem Wege.
I. d. R. bieten diese Programme folgende Funktionalitäten:
- in Datenbanken und Online-Katalogen ermittelte Literaturhinweise können in das Literaturverwaltungsprogramm übernommen werden - direkter Import der Datensätze
- Literaturhinweise können aus dem Literaturverwaltungsprogramm in eigene Dateien übernommen werden - direkter Export der Datensätze
- Quellenangaben lassen sich in gebräuchlichen Ausgabeformaten formatieren
- automatische Erstellung von Literaturverzeichnissen
- Suchmöglichkeiten
- Eingabemöglichkeiten für Zitate und eigene Anmerkungen 

Beispiel: CITAVI


Lizenz

In Zusammenhang mit elektronischen Informationsmitteln:
Zugriffsrecht, i. d. R. zeitlich befristet. Datenbanken und elektronische Zeitschriften werden i. d. R. nicht käuflich erworben, sondern zur Nutzung lizenziert. Der Verlag oder Anbieter räumt der Bibliothek bzw. ihren Nutzern gegen Gebühr das Recht ein, auf eine Datenbank oder die Volltexte einer elektronischen Zeitschrift zuzugreifen.
Rechte und Pflichten von Lizenzgeber (Verlag oder Anbieter) und Lizenznehmer (Bibliothek) werden in einem Lizenzvertrag geregelt.

Magazin

Bücherdepot einer Bibliothek.
Es gibt geschlossene Magazine, die nur Bibliothekspersonal betreten darf. Im Gegensatz zu sog. Freihandbereichen sind die Bücher in Magazinen i. d. R. nicht thematisch, sondern nach Zugangsnummern (Numerus currens) aufgestellt. Um ein Buch im Magazin finden zu können, muss man daher zunächst die genaue Standortangabe (Signatur) im Bibliothekskatalog ermitteln.


Medien

Physische Träger von Informationen.
Man unterscheidet z. B. zwischen Printmedien, audiovisuellen Medien und elektronischen Medien. Alle diese Medienarten werden in modernen Bibliotheken gesammelt und zur Verfügung gestellt. In Online-Katalogen kann i.d.R. gezielt nach einzelnen Medienarten gesucht werden. Näheres dazu in den jeweiligen Hilfetexten.


Metadaten

Daten, die Informationen über Daten enthalten.
Bei der Literaturrecherche in Online-Katalogen und Datenbanken trifft man auf Metadaten in Form der bibliografischen Beschreibung und ggfs. der inhaltlichen Erschließung. Im Softwarebereich oder bei Bildern und Audiodateien kann es noch andere Metadaten geben, die sich z. B. auf technische oder rechtliche Aspekte beziehen.


Metasuche

Suchfunktion, die es erlaubt mehrere Online-Kataloge oder Datenbanken gleichzeitig zu durchsuchen.
Bei der Literaturrecherche ist die Verwendung der Metasuche insb. dann sinnvoll, wenn die gesuchte Publikation nicht in der lokalen Bibliothek verfügbar ist. Es ist allerdings dabei zu beachten, dass die Metasuche oft nur eine grobe Suche ermöglicht, weil verfeinernde Suchfunktionalitäten einzelner Suchinstrumente häufig nicht zur Verfügung stehen.
Beispiel: Eine Metasuche über deutsche und internationale Bibliothekskataloge ermöglicht der KVK (Karlsruher virtuelle Katalog)


Mikroform

Oberbegriff für auf Filmmaterial verkleinerte analoge Abbildungen von gedruckten Vorlagen. Die wichtigsten Mikroformen sind Mikroplanfilm (Mikrofiche) und Mikrofilm auf Spulen oder in Kassetten (Rollfilm). Vor allem ältere und/oder empfindliche Bibliotheksbestände sowie umfangreiche Kataloge oder Bibliografien wurden früher in Gestalt von Mikroformen zugänglich gemacht. Diese Abbildungsform wurde seit einiger Zeit zunehmend durch Digitalisierung abgelöst. Insbesondere bei retrospektiver Literatursuche kann die Nutzung von Mikroformen jedoch weiterhin eine Rolle spielen.


Monographie

Im allgemeinen Wissenschaftsverständnis eine Schrift, in der ein einzelnes, begrenztes Thema umfassend behandelt wird.
In Online-Katalogen und Datenbanken verwendet für ein Einzelwerk, meist eines Verfassers (Gegensatz: Sammelwerk).


Nationalbibliografie

Verzeichnis von Medien, die innerhalb nationaler Grenzen publiziert werden; darüber hinaus verzeichnen Nationalbibliografien z. T. auch Literatur, die inhaltlich einen Bezug auf den jeweiligen Staat hat.

Nationallizenz

Zugriffsrecht auf ein elektronisches Informationsmittel, wie z. B. eine Datenbank oder eine elektronische Zeitschrift, das deutschlandweit gilt.
Der Begriff Nationallizenz ist für unbefristete Lizenzen gebräuchlich, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 für eine Reihe von Produkten erwirbt, um die jeweiligen Informationsmittel deutschlandweit zugriffsfähig zu machen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Bedingungen bei Lizenzen, werden auf diesem Weg Bibliotheken aber auch Privatpersonen zeitlich unbegrenzte Zugriffsrechte auf die jeweiligen Produkte eingeräumt.


Netiquette

Aus den Begriffen "Etikette" und "Netz" zusammengefügte Bezeichnungen für Verhaltensregeln im Internet, die dafür sorgen sollen, dass auch in diesem potentiell anonymen Umfeld Höflichkeit und Fairness im Umgang nicht verloren gehen.
Zur Netiquette gehört auch, die geistige Urheberschaft von Texten im Internet zu respektieren und Zitate daraus korrekt wiederzugeben und zu kennzeichnen. Bei der Weiterverwendung im wissenschaftlichen Zusammenhang sind hier - analog zu gedruckter Literatur - bestimmte Zitiervorschriften einzuhalten.


Nicht-Buch-Materialien

Bibliothekarische Bezeichnung für Medien, die nicht in Buchform vorliegen, z.B. Mikroformen oder Audiovisuelle Medien. In den meisten Online-Katalogen und Datenbanken kann nach diesen Medienarten gezielt gesucht werden.


Notation

(lat.) Bezeichnung, Kennzeichnung. Symbolische (meist nummerische oder alphanummerische) Kurzbezeichnung eines Themenbereichs (Klasse) innerhalb einer systematischen Darstellung eines Wissenschaftsfachs (Klassifikation).
Notationen dienen hauptsächlich der inhaltlichen Erschließung von Dokumenten. Sie können standortfrei sein, wenn sie z. B. in einer bibliografischen Datenbank vorkommen oder als Teil einer Signatur standortgebunden, wenn z. B. ein Bibliotheksbestand systematisch aufgestellt ist.

Beispiel: DK630/904/Bäu (904 ist die Notation)


Numerus currens

(lat.) Laufende Nummer. Bestandteil der Signatur bei der Erschließung und Aufstellung von Medien mit Hilfe einer Klassifikation oder Systematik. 

Beispiel HNE Bibliothek: A12334


Online-Katalog

Über das Internet öffentlich zugänglicher elektronischer Katalog, in dem die Medienbestände einer bestimmten Einrichtung (z. B. einer Bibliothek) verzeichnet sind.
Neben der formalen und thematischen Suche nach Literatur und deren Standort erlauben Online-Kataloge in der Regel auch die Online-Bestellung und -Verlängerung von Ausleihbeständen, sowie in vielen Fällen den direkten Zugriff auf elektronische Medien.


Open Access

(engl. für) freier Zugang; gemeint ist ein für Nutzer entgeltfreier Zugriff auf qualitätsgeprüfte wissenschaftliche Publikationen im Internet. Open Access-Publikationen unterliegen in der Regel erweiterten Nutzungsrechten, die z. B. die freie Weiterverbreitung der Publikationen erlauben.


Operator

(lat.) Zeichen oder Zeichenfolge für eine bestimmte Rechenvorschrift. Operatoren sind z. B.: und (and), oder (or), nicht (not).
Bei der Literatursuche können mit Hilfe von Operatoren verschiedene Suchaspekte miteinander verknüpft oder ausgeschlossen werden.


Patent

Hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht, das ein zeitlich begrenztes Verbietungsrecht gewährt. Patente werden von staatlichen Patentämtern (in Deutschland dem Deutschen Patent- und Markenamt in München) auf Antrag für Erfindungen erteilt, die neu sind, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sind. Ein Patent gibt seinem Inhaber das Recht, anderen zu verbieten, die patentierte Erfindung unerlaubt zu verwenden, d. h. z. B. ein geschütztes Erzeugnis herzustellen, anzubieten oder zu benutzen oder ein geschütztes Verfahren anzuwenden.
Patente werden in Patentdatenbanken nachgewiesen. So verzeichnet etwa die Patentdatenbank PADE die Patente und Gebrauchsmuster, die beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet wurden.


Pay-per-view

Abrechnungsart für den Abruf von in elektronischer Form angebotenen Zeitschriftenartikeln.
Über eine Fachdatenbank oder das Inhaltsverzeichnis einer elektronischen Zeitschrift gelangt man zu der bibliografischen Beschreibung des Artikels, dessen Volltext per Link dann zugänglich ist, wenn man für den Abruf (meist per Kreditkarte) bezahlt. Die Preise für die einzelnen Artikel sind anbieterabhängig unterschiedlich hoch.


Peer-Review-Verfahren

Bewertung einer wissenschaftlichen Arbeit durch unabhängige Gutachter, Wissenschaftler desselben Fachgebiets, sog. "Peers" (engl. für "Ebenbürtige; Gleichrangige").
Das Peer-Review-Verfahren ist das gängigste Verfahren der Qualitätsprüfung vor Veröffentlichung von Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Umgekehrt gilt die Anwendung des Peer-Review-Verfahrens ihrerseits als wichtiger Faktor bei der Einschätzung der Bedeutung einer wissenschaftlichen Zeitschrift.

Periodikum

Veröffentlichung, die in regelmäßigen Abständen erscheint, z. B. eine Zeitung, eine Zeitschrift oder ein Jahrbuch.


Persistent Identifier

Eindeutige elektronische Kennzeichnung online gespeicherter Dokumente wie Bücher, Reihen oder Hochschulschriften.
Persistent Identifier dienen der dauerhaften Sicherung der Auffindbarkeit elektronisch zugänglicher Dokumente. Während eine URL (Uniform Resource Locator) sich aus verschiedenen Gründen ändern kann, bleibt ein Persistent Identifier für das ihm zugewiesene Dokument stabil. Es gibt verschiedene Arten von Persistent Identifiers, z.B. URN (Universal Resource Name), DOI (Digital Object Identifier) oder PURL (Persistent URL).


Phrasensuche

Suche nach zusammenhängenden Wortfolgen. Kataloge sehen oft ein gesondertes Suchfeld für die Phrasensuche vor; Suchmaschinen hingegen verlangen meist die Eingabe des Suchbegriffs in Anführungszeichen oder Hochkommata.
Bei der Literatursuche ist die Phrasensuche immer dann wichtig, wenn die Einzelteile der Wortfolge sehr allgemein sind und dadurch eine zu große Treffermenge erzielt würde.
Beispiel: Die Phrasensuche "Deutsche Bank" findet passende Treffer zu der gesuchten Institution (und nicht zu deutschen Banken im Allgemeinen).


Plagiat

Geistiger Diebstahl; Verletzung des Urheberrechts an der geistigen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Produktion anderer durch nicht oder kaum veränderte Wiedergabe ohne Kennzeichnung der ursprünglichen Urheberschaft.


Präsenzbestand

Nicht ausleihbarer Medienbestand, der nur innerhalb einer Bibliothek genutzt werden darf.

Beispiel HNE Bibliothek: 1 Exemplar der Lehrbuchsammlung


Primärliteratur

Originalliteratur, Schriften eines Autors oder Quellenwerke (z. B. Gesetze, Urkunden), die zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung werden können. Primärliteratur wird in der Regel nicht inhaltlich erschlossen und ist meist nicht in bibliografischen Datenbanken nachgewiesen, sondern in speziellen Autorenbibliografien verzeichnet. Dort findet man dann alle Ausgaben eines Werkes der Schönen Literatur und kann die Textgeschichte nachvollziehen.


Publikationsart

Form einer schriftlichen Veröffentlichung, von Zweck, Umfang und Inhalt bestimmt. In Katalogen und Datenbanken ist der Publikationstyp meist ein mögliches Suchkriterium, mit dem die Treffermenge bei einer Literatursuche formal eingeschränkt werden kann.
Beispiel: Buch, Aufsatz, Beitrag in einem Sammelwerk, Dissertation, Working Paper etc.


Quellenangabe

Hinweise auf Texte, Gegenstände oder Fakten, auf die sich eine schriftliche Ausführung stützt und die sie ggf. in Teilen übernimmt. Die Angabe der Quelle unter Einhaltung formaler Zitiervorschriften ist von grundlegender Bedeutung für das wissenschaftliche Arbeiten und rechtlich verbindlich nach dem Urheberrecht. 

Beispiel: Gantert, Klaus (2016): Bibliothekarisches Grundwissen. 9. Auflage. Berlin: DeGruyter


Ranking

(engl.) Reihenfolge, in der die Treffer einer Suchanfrage in einer Suchmaschine, Datenbank oder einem Bibliothekskatalog auf der Grundlage von Sortierkriterien angezeigt werden. Das Ranking ist das Ergebnis von formalen oder inhaltlichen Sortierkriterien. Viele Systeme sortieren die Suchergebnisse nach dem Publikationsjahr. Bei Suchmaschinen basiert das Ranking meist auf komplizierten nicht veröffentlichten Algorithmen.


Reihe

Mehrere Publikationen, die jeweils in sich abgeschlossen sind, aber in einem allgemeinen thematischen Bezug zueinander stehen. Sie erscheinen fortlaufend, aber in unregelmäßigen Abständen und werden unter einem gemeinsamen Gesamttitel (= Serien- oder Reihentitel) vereinigt. Meist sind sie auch von der äußeren Gestaltung aneinander angepasst. 

Beispiel: Neue Brehm Bücherei


Retrieval

(engl.) Vorgang des gezielten Suchens von Informationen in einer Datenbank oder einem Online-Katalog.
Die Suche erfolgt an Hand der in einer Datenbank erfassten formalen und inhaltlichen Merkmale und der zur Verfügung stehenden Suchinstrumente wie z. B. Boolesche Operatoren.


Reviewaufsatz

Wissenschaftliche Aufsätze, die über aktuelle Publikationen und Forschungsergebnisse, fokussiert auf ein Thema, wertend berichten.


Rezension

(lat.) Kritisch wertende Besprechung von einzelnen oder mehreren Publikationen (Sammelrezension).
Sie sind besonders nützlich, um sich über den Inhalt und die Beurteilung einer Publikation in der wissenschaftlichen Diskussion zu informieren. Viele Fachzeitschriften enthalten Rezensionen. Insbesondere Rezensionen aus sozial- und geisteswissenschaftlichen Zeitschriften können über die Datenbank *Internationale Bibliographie der Rezensionen (IBR)* ermittelt werden.


Sachschlagwort

Schlagwort zur Beschreibung der Sachverhalte, die Inhalt einer Veröffentlichung sind.
Bei der inhaltlichen Beschreibung einer Publikation lassen sich verschiedene Aspekte unterscheiden, die jeweils mit einem bestimmten Typ von Schlagwort beschrieben werden. Neben den Sachschlagwörtern, die sich auf konkrete oder abstrakte Sachverhalte beziehen, sind Personenschlagwörter, Zeitschlagwörter und geographische Schlagwörter üblich.

Sammelwerk

Gedruckte Publikation mit in sich abgeschlossenen Beiträgen mehrerer Autoren, die sich auf das Thema bzw. den Titel des Sammelwerkes beziehen. Typische Sammelwerke sind z. B. Handbücher, Enzyklopädien, Kongress- und Festschriften. Merkmal von Sammelwerken ist die Angabe eines oder mehrerer Herausgeber, die die Beiträge thematisch aufeinander abgestimmt haben.


Schlagwort

Begriff, der den Inhalt eines Dokuments auf der Grundlage eines normierten Begriffsverzeichnisses beschreibt.
Schlagwörter werden auf der Grundlage einer Inhaltsanalyse von Fachleuten unter Einhaltung vereinbarter Regeln (z. B. RSWK = Regeln für den Schlagwortkatalog) vergeben.
Schlagwörter bieten die Möglichkeit zur Durchführung systematischer Recherchen zu einem Thema, z. B. in einem Bibliothekskatalog oder einer bibliografischen Datenbank.
Schlagwörter müssen nicht im Dokument selbst vorkommen und unterscheiden sich deshalb häufig von Stichwörtern.


Schlagwortindex

Auflistung von Schlagwortbegriffen in einer alphabetischen Reihenfolge.
Der Schlagwortindex erleichtert die Ermittlung relevanter Schlagwörter in einer Datenbank oder einem Online-Katalog.


Sekundärliteratur

Publikationen, die Originalliteratur bzw. Primärliteratur und andere Dokumente, z. B. Romane, Forschungsergebnisse, Gesetze, zum Gegenstand haben.


Selbständig erschienene Literatur

Publikationen, die inhaltlich und physisch, z. B. als Buch, eine abgeschlossene Einheit bilden. Sie sind nicht in eine andere Publikation, wie Zeitschrift oder Sammelwerk, eingebunden. In Bibliothekskatalogen kann i. d. R. nur selbständig erschienene Literatur gefunden werden.


Semesterapparat

Zusammenstellung zumeist von Grundlagenliteratur zu einer Semesterveranstaltung. Neben gedruckter Literatur kann ein Semesterapparat auch elektronische Literatur beinhalten, die dann i. d. R. auf einer Lernplattform angeboten wird.


Signatur

Zeichenfolge bestehend aus Zahlen und Buchstaben, die die Grundlage für die Aufstellung von Büchern und Zeitschriften bildet. Die Zeichenfolge wird nach einem Regelsystem z. B. DK oder Numerus Currens individuell für ein jedes Buch oder Zeitschrift vergeben. Signaturen müssen über Kataloge ermittelt werden und führen zu den jeweils gesuchten Medien im Bestand einer Bibliothek.


Statistische Datenbank

Datenbank, in der statistische Fakten (Faktendatenbank) systematisch gesammelt und zugänglich gemacht werden. Es handelt sich um elektronische Sammlungen von Originaldaten z. B. des statistischen Bundesamtes. Sie bilden die Grundlage für weitere empirische Auswertungen. 

Beispiel: STATISTA


Stichwort

Begriffe, die in der bibliografischen oder inhaltlichen Beschreibung eines Dokumentes vorkommen.
Stichwörter können nur entsprechend ihrer grammatischen Form, z. B. Genitiv, Plural, in der Vorlage gesucht werden.
Eine Stichwortrecherche eignet sich als erster Schritt in einer Suchstrategie. Hier kann es sinnvoll sein, Platzhalter als Suchinstrument zu nutzen.


Stoppwort

Wörter, die bei einer Suche in manchen Datenbanken und Online-Katalogen nicht berücksichtigt werden, da sie häufig vorkommen und für den Dokumentinhalt meist nicht relevant sind. Daher sollten sie bei Suchanfragen nicht eingegeben werden. Hierzu zählen Artikel (z.B. der, die, das), Konjunktionen (und, oder) und Präpositionen (in, im ).


Suchbegriff

Wörter oder Zeichenfolgen, nach denen in einer Datenbank, einem Bibliothekskatalog oder einer Suchmaschine gesucht wird.
Dokumente bzw. Referenzinformationen, in denen die gesuchten Wörter oder Zeichen vorkommen, werden mit der Trefferanzeige ausgegeben. Die Suchbegriffe können auf bestimmte Suchkategorien beschränkt und mit Operatoren verknüpft werden.


Suchhistorie

Anzeige der Suchanfragen und Suchergebnisse, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem elektronischen Informationsmittel durchgeführt worden sind. Die Ergebnisse können meist nachträglich unter Nutzung von Booleschen Operatoren verknüpft werden. Diese Möglichkeit der nachträglichen Bearbeitung von Suchergebnissen erleichtert die schrittweise Verfeinerung der Recherche, indem zuerst die Suchbarkeit einzelner Begriffe geklärt und anschließend die Ergebnisse miteinander verknüpft werden.


Suchmaschine

Programme, die das Internet durchsuchen und die dort gefundenen Dokumente bzw. Seiten durch Indizierung und Speicherung als Referenzinformation in einer Datenbanken suchbar machen.
Eine Sondergruppe der Suchmaschinen sind Metasuchmaschinen, die über keine eigene Datenbank verfügen, sondern eine Suchanfrage an mehrere andere Suchmaschinen absenden. Daneben gibt es Suchmaschinen, die ihre Suche auf bestimmte z. B. fachwissenschaftliche Internetangebote beschränken.

Suchmaske

Gestaltete Seite eines Katalogs, einer Datenbank oder einer Suchmaschine mit Feldern zur Eingabe und Verknüpfung von Suchbegriffen. Die Suchmasken der Datenbanken, Kataloge und Suchmaschine können sehr unterschiedlich gestaltet sein. Viele Systeme bieten unterschiedliche Suchmasken, z.B. der Basic Search für einfache Suchanfragen und Fortgeschrittenensuche für komplexe Suchanfragen über mehrere Suchkategorien.


Suchstrategie

Zielgerichtete, systematische Planung von Suchschritten bei einer Informationsrecherche. So kann z. B. über eine Stichwortsuche ein geeigneter Titel zu einem Thema ermittelt werden. Die diesem Titel zugeordneten Schlagwörter können dann für eine systematische Suche über die Suchkategorie Schlagwort genutzt werden.


Synonym

Unterschiedliche Benennungen, die denselben Sachverhalt bzw. Gegenstand bezeichnen. Die Ermittlung und Nutzung synonymer Begriffe ist insbesondere bei der Stichwortsuche, aber auch bei der Schlagwortsuche in verschiedenen Datenbanken wichtig, um einen möglichst hohen Recall zu erzielen. 

Beispiel: Streichholz — Zündholz


Systematische Erschließung

Nachweis von Dokumenten oder Bibliotheksbeständen durch Einordnung an die thematisch passende Stelle der Wissenschaftsfächer und der fachwissenschaftlich geläufigen Aufgliederung nach Teilgebieten (Fachsystematik).
Die Erschließung orientiert sich an Klassifikationen, bei denen Notationen (Buchstaben und Zahlenkürzel) entsprechenden fachlichen Untergliederungen entsprechen. Die systematische Erschließung wird genutzt um den Inhalt eines Dokuments zu beschreiben in Ergänzung zum Schlagwort. Darüber hinaus werden systematische Erschließungen auch zur Aufstellung von Büchern oder Zeitschriften genutzt. Die Fachsystematiken bieten insbesondere Fachkundigen eine effiziente Alternative zur Schlagwortrecherche.


Thesaurus

Nach fachlichen Kriterien gegliedertes Verzeichnis von inhaltlichen Erschließungsbegriffen.
Beim Thesaurus sind die Begriffe durch Relationen, wie Synonyme, Oberbegriffe und Unterbegriffe oder Verwandte Begriffe miteinander verbunden. In vielen Datenbanken wird ein Thesaurus bei der Vergabe von Deskriptoren zugrunde gelegt.
Ein Thesaurus erleichtert die Erarbeitung von Recherchebegriffen und darauf basierende systematische Recherchen in Informationssystemen.


Titel

Bezeichnung eines gedruckten oder elektronischen Dokuments. Es handelt sich dabei um Begriffe, die häufig den Inhalt des bezeichneten Werks charakterisieren. Der Titel ist ein formales Merkmal eines Dokuments, nach dem über die Suchkategorie Titelstichwörter gesucht werden kann.


Titelstichwort

Formale Suchkategorie, die die Suche nach einzelnen Begriffen im Titel eines Dokuments bzw. eines Buches ermöglicht.
Vorteil der Suche nach dem Titelstichwort ist, dass nur die prägnantesten Begriffe eingegeben werden müssen. Die Begriffe werden i. d. R. automatisch mit dem Booleschen Operator AND verknüpft.


Trunkierung

(engl. to truncate) Platzhalter für eine beliebige Menge von Zeichen bei einer Suchanfrage. Trunkierungen sind meist am Ende eines Wortes (Rechtstrunkierung) und seltener am Anfang eines Wortes (Linkstrunkierung) möglich.
Trunkierungen sind sinnvoll, wenn mehrere Varianten eines Begriffs (z. B. grammatische Flexionen) gleichzeitig bei der Suche berücksichtigt werden sollen. Häufig werden als Trunkierungszeichen "*", "$" oder "?" genutzt. Allerdings bestehen zwischen den Datenbanken Unterschiede, die jeweils über die Hilfefunktion zu ermitteln sind. 

Beispiel: „*wald“ Ergebnis könnte Laubwald, Mischwald etc.


Unselbständig erschienene Literatur

Texte, die Teil eines selbständig erschienenen Werkes (Bücher, Zeitschriften) sind. Damit werden vor allem Aufsätze und Veröffentlichungen in Büchern, Sammelwerken und Zeitschriften bezeichnet. Unselbständig erschienene Literatur wird in der Regel nicht in Bibliothekskatalogen verzeichnet, sondern muss über Bibliografien bzw. Datenbanken ermittelt werden.

Unterbegriff

Terminus, der die Position eines Begriffs in einer hierarchischen Beziehung zwischen Begriffen, also einem Über- und Unterordnungsverhältnis beschreibt. Unterordnung bedeutet, dass ein engerer, spezifischerer Begriff einem weiteren, allgemeineren Begriff, dem Oberbegriff, zugeordnet ist. Der Unterbegriff hat alle Merkmale des Oberbegriffs und zusätzlich mindestens ein einschränkendes Merkmal. Das Verhältnis von Begriffen zueinander spielt besonders bei der Gestaltung der Suchanfrage und hier vor allem bei Einschränkung und Erweiterung eine Rolle. 

Beispiel: Oberbegriff "Baum"
Unterbegriffe: Laubbaum, Nadelbaum, Obstbaum ...


Urheberrecht

Recht zum Schutz der Urheber von Werken auf dem Gebiet der Literatur, Wissenschaft und Kunst vor Plagiat, nicht autorisierter Vervielfältigung, Verbreitung und öffentlicher Zugänglichmachung ihrer Werke.
Dieses Recht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers, d. h. sein Werk ist dann für alle Nutzungsarten freigegeben.
Das Urheberrecht muss bei der Vervielfältigung und dem Export von Literatur sowie bei deren Weiterverarbeitung beachtet werden.
Beispiel: Ohne Zustimmung des Autors darf kein Kapitel aus einem Buch vervielfältigt und kommerziell als eigenständige Publikation auf den Markt gebracht werden.


Verwandter Begriff

Begriffsrelation, die ein wichtig erscheinendes Verhältnis zwischen Begriffen bzw. ihren Bezeichnungen beschreibt, das weder als hierarchisch noch als äquivalent angesehen werden kann. In einem Thesaurus werden neben Oberbegriffen und Unterbegriffen auch immer verwandte Begriffe mitaufgeführt. Sie können dazu beitragen, eine Suchanfrage prägnanter zu formulieren. 

Beispiel: Verwandte Begriffe sind:
Apfel - Birne (Gleichordnung durch gemeinsamen Oberbegriff)
Hitze -Kälte (Gegensätze innerhalb einer Eigenschaftskategorie)
Vater - Sohn (Folge- bzw. Nachfolgebeziehung)


Virtuelle Fachbibliothek

Fachbezogenes Angebot an nach fachwissenschaftlichen Kriterien ausgewählten und erschlossenen digitalen Ressourcen im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten überregionalen Literaturversorgung durch sog. Sondersammelgebietsbibliotheken.
Die Angebote der einzelnen ViFas werden im interdisziplinären Internetportal Vascoda zusammengeführt.

Volltext

Ausgabeformat, das den vollständigen Text eines Dokuments anbietet, nicht nur Metadaten wie die bibliografische Beschreibung oder ein Abstract. Nachrichten, Aufsätze, Zeitungsartikel, Patente etc. können im Volltext verzeichnet werden.
Beispiel: Z. B. die Verlage Elsevier, und Springer bieten viele ihrer Zeitschriften im Volltextformat an. Ein Benutzer kann sich die Artikel dann auf den eigenen Rechner herunterladen und weiterbearbeiten.


Wissenschaftsportal

Internetportal, das auf die Interessen wissenschaftlicher Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet ist.


Zeitschriftenbeiheft

Schriftenreihe, die in Zusammenhang mit einer Zeitschrift erscheint.
Ein Zeitschriftenbeiheft hat üblicherweise denselben Verlag, dieselben Herausgeber usw., häufig auch den selben Titel mit dem Zusatz: Beiheft, Supplement o. ä.


Zeitschriftendatenbank (ZDB)

Größte Datenbank für Zeitschriften und fortlaufende Sammelwerke mit Besitznachweisen deutscher Bibliotheken.
Die ZDB erfasst sowohl gedruckte als auch elektronische Sammelwerke, verzeichnet jedoch nicht die darin enthaltenen einzelnen Aufsätze.


Zitiervorschrift

Regeln, die eine zweifelsfreie Beschreibung und Identifizierbarkeit von Dokumenten ermöglichen. In unterschiedlichen Wissenschaftsfächern und national und international gibt es verschiedene Praktiken des Zitierens. Auch für das Zitieren von Quellen aus dem Internet haben sich eigene Regeln herausgebildet. Korrektes Zitieren ermöglicht jedoch in jedem Fall die beim wissenschaftlichen Arbeiten geforderte Überprüfung der Information auf sachliche Richtigkeit.
Beispiel: Angegeben werden müssen in jedem Fall Autor(en), Titel und Erscheinungsjahr bei Büchern, bei Zeitschriften Titel der Zeitschrift und Jahrgang bzw. Band sowie Erscheinungsjahr.